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Jobsuche im Internet

Donnerstag, den 21. Januar 2010

Database  Jobsuche im InternetEinen Job sucht man heutzutage online. Fündig wird man aber offline. Denn in der globalisierten Geschäftswelt zählen erst recht wieder traditionelle Werte. Und vor allem Vitamin B.

«Ohne Internet geht es nicht mehr», bestätigt Pius Hefti, Leiter Personalgewinnung beim Surseer Softwarehaus Bison. Wer aber glaube, dies vereinfache die Jobsuche, irre. Man benötige genaue Kenntnisse, um sich als Stellensuchende souverän zu bewegen. Sonst, sagt Hefti, verbaue man sich leicht seine Chancen. Das Internet sei bestimmt das wichtigste Hilfsmittel geworden, um eine neue Stelle zu finden, bestätigt Daniel Grünenfelder, Personalchef der Rhätischen Bahn. «Am erfolgversprechendsten ist aber nach wie vor ein intelligentes Beziehungsnetz.»

Netzwerken im Internet…

Freelance  Jobsuche im InternetAm besten kombiniert man beides und bastelt sich ein breites Beziehungsnetz im Internet. Das geht zum Beispiel so: Man melde sich bei Xing an, Europas führender Plattform für Geschäftskontakte, stellt dort seinen Lebenslauf ins Netz und knüpfe Kontakte mit Berufskollegen, Geschäftspartnern, Bekannten. Und erschliesse sich ein Business-Netzwerk. Mehr als 6,5 Millionen Mitglieder zählt Xing, 2000 alleine in der Schweiz. Jedes Siebte ist Premium-Mitglied und zahlt 100 Franken Jahresgebühr für den Erstklass-Zugang zur Welt der unbegrenzten Geschäftskontakte.

Nur, lohnt sich diese Investition? Die Schweizer Personalchefs sind skeptisch. Xing, LinkedIn und all die anderen Online-Portale machten zwar Spass beim Suchen nach Geschäftsfreunden oder alten Klassenkameraden. Einen Job finde man aber besser mit Hilfe von Menschen aus Fleisch und Blut als mit Atavaren aus dem Web 2.0, sagt Daniel Grünenfelder.

Und doch: Das wirklich Neue, das die Jobsuche nachhaltig verändert hat, ist das Internet, da sind sich alle befragten Personalchefs einig. Dort wimmelts von Jobs und Tipps, man muss sie nur finden. Sich nur in Tageszeitungen und der Fachpresse umsehen oder allein auf die Hilfe professioneller Stellenvermittler zu vertrauen, reicht heute nicht mehr. Man klinkt sich ein bei Internet-Stellenportalen wie

Und nutzt deren tausend Tipps und Tricks für eine erfolgreiche Jobsuche.

Service  Jobsuche im InternetWer aber seine Wunschfirma schon kennt, kann es auch einfacher haben: mit Google-Alerts. Sobald auf der Firmenseite ein freier Job aufgeschaltet wird, erhält man vom Suchmaschinen-Dienst eine E-Mail zugesandt. «Eine wirksame Methode», sagt Securiton-Personalchef Tom Koch. Wichtig aber ist, dass ein Bewerber signalisiert, dass er an einem bestimmten Unternehmen interessiert ist, und nicht in den Vordergrund stellt, dass er von seiner aktuellen Stelle weg will.

…ersetzt persönliche Kontakte nicht

Wer auf Allerweltsvermittler und -Stellenportale setzt, liege zunehmend falsch, sagt Hefti. «Eine echte Hilfe sind diese aber, wenn sie auf den regionalen Stellenmarkt spezialisiert sind und die Branche genau kennen.» Hinzu komme, dass einzelne Stellenvermittler die Daten von Bewerber der Stellenportale auswerteten und für die Vermittlung nutzten. Auch das verspreche Erfolge. Denn: «Vermittler arbeiten nur mit Leuten, die wirklich vermittelbar sind», sagt Hefti weiter. Nur so kommen sie auf ihre Rechnung.

Daniel Grünenfelder warnt aber vor Internet-Gläubigkeit. Der Personalchef der Rhätischen Bahn beobachtet sogar einen eigentlichen Gegentrend zurück zum Lokalen und Althergebrachten. «Das Innovativste bei der Stellensuche ist die Wiederentdeckung alter Wege und alter Werte», sagt Grünenfelder. «Alte Kontakte aktivieren und neue schliessen, mit Leuten aus seiner Gegend und dem Zielarbeitsmarkt ins Gespräch kommen und sich so ins Gespräch bringen.» Das könne überraschende Perspektiven eröffnen.

about me  Jobsuche im InternetTraditionelle Kanäle zu nützen, empfiehlt auch Bison-Personalchef Hefti. Er ist vom Prinzip «Mitarbeiter werben Mitarbeiter» überzeugt, gerade in Zeiten, in denen er mit einer Masse von Bewerbern konfrontiert werde. Denn: «Ein Mitarbeiter würde kaum einen Kollegen vorschlagen, der nicht über die Qualifikationen verfügt und nicht ins Team passt. Sonst schadet er sich selbst.» Ein persönliches Netzwerk zahle sich so für beide Seiten aus: für Jobsuchende wie für das Unternehmen, das neue Mitarbeitende finden will. Das beste Rezept bei der Stellensuche ist also das älteste: Vitamin B.

Quelle: (Tages-Anzeiger) Erstellt: 30.12.2008, 20:10 Uhr

Internetforschung aus dem Jahr 2006

Sonntag, den 27. April 2008

Internetforschung 2006

Internet in der Schweiz: Internetnutzung seit sechs Jahren stetig am Zunehmen.
In der Schweiz surfen im Jahr 2006 rund 72% der Bevölkerung ab 15 Jahren im Internet mindestens einmal pro Quartal. Seit 2001 hat die Internetnutzerschaft insgesamt um 21 Prozentpunkte zugenommen.

NET-Base (Establishment Survey)
NET-Base untersucht die Verbreitung von Internet und Computer in der Schweizer Bevölkerung. Dieser Establishment Survey wird mit 42’000 computergestützten Telefon-Interviews (CATI) pro Jahr durchgeführt.
Internet-Zugang: Wie die Jahresergebnisse 2006 aus der NET-Base zeigen, besitzen 77% der Schweizer Bevölkerung ab 15 Jahren einen oder mehrere Computer zu Hause. Über einen privaten Internetanschluss verfügen im Jahr 2006 bereits zwei Drittel (67%) der Schweizerinnen und Schweizer ab 15 Jahren (seit 2001: +24 Prozentpunkte). Was die Internetzugangsart betrifft, sind im Jahr 2006 18% (seit 2005: -19 Prozentpunkte) der Schweizer Bevölkerung zu Hause über eine analoge Telefonleitung ans Internet
angeschlossen; 8% der Nutzer gelangen über eine ISDN-Telefonleitung ins Internet; 50% (seit 2005: +21 Prozentpunkte) über ADSL und 19% (seit 2005: +5 Prozentpunkte) über TV-Kabel.
Internet-Nutzung: Mindestens einmal in drei Monaten nutzen im Jahr 2006 63% der Schweizerinnen und Schweizer das Internet zu Hause (seit 2001: +27 Prozentpunkte). Die Nutzung am Arbeits-/Ausbildungsplatz fällt mit 43% tiefer aus und stieg seit 2001 auch weniger stark an (+9 Prozentpunkte). Betrachtet man die Internetnutzung nach Geschlecht, so nutzen im Jahr 2006 78% der Männer und 68% der Frauen das Internet. Dabei ragt bei den Männern die Altersgruppe der unter 24-Jährigen besonders heraus: Hier sind es 95%, die das Internet nutzen. Eindeutig am wenigsten nutzen Frauen ab 50 das Internet, der Anteil hier liegt im Jahr 2006 lediglich bei 42%.

Internet in der Deutschschweiz
74% der Deutschschweizer Bevölkerung ab 15 Jahren sind im Jahr 2006 online. Seit 2001 hat die Internetnutzerschaft kontinuierlich um 21 Prozentpunkte zugenommen. Internet-Zugang: Gemäss den Jahresergebnissen 2006 aus dem Establishment Survey (NET-Base) besitzen 79% der Deutschschweizer Bevölkerung ab 15 Jahren einen oder mehrere Computer. Mit einer Internetzugangsrate (privat) von 68% (2005: 65%) ist die Deutschschweiz in Sachen Internet auch im Jahr 2006 die führende Region in der Schweiz.
Internet-Nutzung: Mit einer Internetnutzungsrate (ortsunabhängig) von 74% (2005: 69%) hält die Deutschschweiz die Spitzenposition in den drei Regionen. Die Internetnutzungsrate am Arbeits-/Ausbildungsplatz ist mit 46% (2005: 43%) immer noch wesentlich kleiner als diejenige zu Hause aus (65%). Im Vergleich zum Vorjahr 2005 nahm die Internetnutzung zu Hause um ganze 4 Prozentpunkte zu.

Internet in der Suisse romande
In der Suisse romande nutzen im Jahr 2006 69% der Bevölkerung ab 15 Jahren das Internet (2005: 59%). Seit 2001 hat die Internetnutzerschaft in der Suisse romande insgesamt um 21 Prozentpunkte zugenommen (Tendenz steigend).
Internet-Zugang: Gemäss Jahresergebnissen 2006 aus dem Establishment Survey (NET-Base) besitzen in der Suisse romande 73% der Bevölkerung ab 15 Jahren mindestens einen Computer (2005: 67%). Die Internetzugangsrate (privat) liegt in der Suisse romande bei 65% (2005: 57%).
Internet-Nutzung: Die Internetnutzungsrate (gesamthaft) liegt bei 69% (2005: 59%). Die Internetnutzung am Arbeits-/Ausbildungsplatz fällt mit 38% auch im Jahr 2006 immer noch deutlich kleiner aus als die Nutzung zu Hause (60%).

Internet in der Svizzera italiana
In der Svizzera italiana nutzen im Jahr 2006 59% der Bevölkerung ab 15 Jahren das Internet (2005: 48%). Seit 2001 hat die Internetnutzerschaft in der Svizzera italiana um 24 Prozentpunkte zugenommen. Die Svizzera italiana ist der kleinste Internetmarkt – sprachregional gesehen – in der Schweiz.
Internet-Zugang: Die Jahresergebnisse 2006 aus dem Establishment Survey (NET-Base) zeigen: Im Jahre 2006 besitzen rund zwei Drittel (68%) der Bevölkerung ab 15 Jahren in der Svizzera italiana mindestens einen Computer (2005: 58%). Die Internetzugangsrate (privat) liegt in der Svizzera italiana bei 58% (2005: 47%).
Internet-Nutzung: Die Internetnutzungsrate (ortsunabhängig) liegt mit 59% deutlich höher als im Vorjahr (2005: 48%). In der Svizzera italiana nutzen im Jahr 2006 51% der Bevölkerung zu Hause und 32% am Arbeits-/Ausbildungsplatz das Internet.

NET-Tracking (Panelforschung)
Die NET-Metrix Internetforschung hat zum Ziel, die Internetnutzung in der Schweiz
durch verschiedene Forschungsmethoden zu messen und zu analysieren. Bereits seit
Anfang Dezember 2006 läuft die Rekrutierung für das Internetpanel NET-Tracking,
welches die gesamte Internetnutzung der Schweizerinnen und Schweizer präzise
aufzeichnet.
In die Panelmessung werden ca. 3’000 Internetnutzer aufgenommen, mit dem Ziel,
detaillierte Aussagen über Entwicklungen der Schweizer Onlinenutzung machen zu können.
Die Internetnutzung der Panelisten wird zu Hause durch eine auf dem Rechner installierte
Software gemessen. Ausser Haus loggen sich die Teilnehmer über ein Portal ins Internet ein,
wobei ihre Nutzung ebenfalls aufgezeichnet wird. NET-Tracking wird ab Mitte 2007 aktuelle,
repräsentative Daten zur Schweizer Internetnutzung liefern. Gemessen wird auch die
Nutzung verschiedener Internetapplikationen wie Google-Earth oder iTunes sowie jene von Streaming-Angeboten, welche im Zeitalter von YouTube, Web-Radio und Web-TV zunehmend an Bedeutung gewinnen.

Struktur des Panels
Für die drei Sprachregionen wird je ein repräsentatives Random Quota Muster von Haushalten mit Internet-Nutzern, welche zu Hause und/oder am Arbeitsplatz Zugang zum Internet haben und dieses mindestens einmal pro Monat benutzen, unterhalten.
Zielgrösse des Panels sollen ca. 1’300 Haushalte sein, in denen der U-Meter sowie auch U-
Trax eingesetzt wird.

Die Sollgrössen des repräsentativen Panels betragen:
• 630 Haushalte mit min. 1’500 Internet-Nutzern für die Deutschschweiz
• 420 Haushalte mit min. 1’000 Internet-Nutzern für die Suisse romande
• 210 Haushalte mit min. 500 Internet-Nutzern für die Svizzera italiana
Das Universum bilden Privathaushalte in der Schweiz mit Personen ab 3 Jahren, welche in der/n jeweiligen Landessprache/n Ihres Wohnorts sprachassimiliert sind, von zu Hause und/oder vom Arbeits-/ Ausbildungsplatz aus Zugang zum Internet haben und angeben, dieses Medium mindestens einmal pro Monat zu nutzen (=Internet-Nutzer).

Messtechnologien
Im Rahmen von NET-Tracking gelangen die folgenden beiden Messtechnologien zum Einsatz:

a) U-Meter – Die Messung der Internetnutzung zu Hause Alle am Panel teilnehmenden Haushalte haben auf ihrem Rechner eine Software installiert, welche die gesamte Internetnutzung (sowohl jene im Browser als auch Applikationen wie z.B. Skype oder Google-Earth) aller Haushaltsmitglieder präzise aufzeichnet. Die Software startet automatisch, wenn der Computer hochgefahren wird und dann muss sich das Familienmitglied authentifizieren, damit die Messung erfolgen kann. Wir kriegen somit ein Bild über die gesamte häusliche Internetnutzung der Schweiz – dabei werden auch Websites wie Google oder Yahoo erfasst.

b) U-Trax – Messung ausser Hause Servertechnologie, die sich hinter dem Webportal verbirgt, bei welchem sich die Panlisten anlässlich der Internetnutzung ausser Haus (z.B. am Arbeitsplatz oder im Internetcafé)
anmelden. Gemessen werden nur am NET-Audit teilnehmende Sites, welche mit einem SZM-Tag versehen sind. Es entsteht somit ein Bild der Internetnutzung über alle Nutzungsorte. Die Internet-Nutzungsmessung am Arbeitsplatz stellt die Forschung vor besondere Herausforderungen: die Messung kann nicht (wie auf dem Heimcomputer) mit einer installierten Software erfolgen, sondern wird durch ein Webportal (www.utrax.ch) realisiert.

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